Der selbstbewusste Hund – Teil 7

Die letzten Wochen habe ich bereits viele Möglichkeiten vorgestellt, um das Selbstbewusstsein des Hundes zu stärken, die ihr selbst mit euren Hunden umsetzen könnt. Es gibt aber auch unterschiedliche Hundesportarten, die dabei hilfreich sein können. Erlaubt ist alles was – vorrangig dem Hund – Spaß macht. Das ist wirklich wichtig, denn zu oft werden die menschlichen Geltungsbedürfnisse in den Vordergrund gestellt und der Hund in eine Arbeit gedrängt, die ihm keine Freude bereitet. Wichtig ist außerdem, dass das Training druck- und zwangsfrei abläuft!

Mantrailing

Die Menschensuche ist eine wunderbare Möglichkeit um das Selbstvertrauen des Hundes zu stärken. Hier übernimmt der Hund komplett die Führung und muss selbstständig arbeiten. Im Training greift der Halter zwar noch korrigierend ein, wenn es in die falsche Richtung läuft, das Ziel ist aber, dass der Hundeführer sich später komplett auf die Nase des Hundes verlassen kann. Ohne Druck aufgebaut ist es also eine wunderbare Möglichkeit zur Auslastung des Hundes.

Dummytraining

Während das Dummytraining früher ausschließlich Jagdhunden und Retrievern vorbehalten war, wird es jetzt zunehmend zu einem beliebten Sport für alle Hunde. Auch hier steht die selbstständige Arbeit des Vierbeiners im Vordergrund! Der Hund befindet sich meist in großer Distanz zum Hundehalter und wird nur durch kurze Signale angeleitet. Wenn das Training stressfrei abläuft ist es also ein großer Spaß für Hund und Halter.

Trickdogging

Tricks wurden in dieser Serie ja bereits gesondert erwähnt. Merkt man, dass der Hund Spaß daran hat, kann man auch einen Schritt weitergehen und sich dem Trickdogging widmen.

Degility

Diese Sportart ist eine Verbindung von Agility und Mobilitätstraining. Während es beim Agility vor Allem um die Schnelligkeit des Hundes geht, wird bei dem abgewandelten Sport die korrekte Ausführung der Übungen in den Vordergrund gerückt. Leistungsdruck steht hier nicht an der Tagesordnung, viel wichtiger sind nämlich Bindungsarbeit, Spaß und die Konzentration des Hundes. Der Parcours kann individuell zusammengestellt werden und auf die Bedürfnisse des Hundes angepasst werden.

Die Liste ist ohne Anspruch auf Vollständigkeit – es gibt schon zu viele Hundesportarten um sie hier alle aufzuzählen 🙂

Vorsichtig sollte man immer dann sein, wenn Sportarten auf Wettkampfniveau ausgeführt werden. Das ist häufig mit sehr viel Stress für den Hund verbunden und nur dann förderlich wenn es Halter und HUND Freude bereitet. Leider wird viel zu oft der Wettbewerb in den Vordergrund gestellt und der Hund dabei vergessen.